LEOPARD 1 - Es lebe die Laserkanone

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      LEOPARD 1 - Es lebe die Laserkanone

      LEOPARD 1 - Es lebe die Laserkanone
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      Kategorie: Panzer Erfahrungsbericht

      Will man den Aussagen ehemaliger Soldaten des 2. WK (oder auch in anderen Kriegen) glauben schenken, dann fürchten Soldaten u.A. Scharfschützen am meisten.
      Ein Pfeifen in der Luft, evtl. ein verzögerter Knall und ein Leben ist dahin. Woher kam der Schuss? Schwer zu sagen. Der Schaden jedoch ist erheblich! Und wenn ich nicht höllisch aufpasse, trifft es mich als nächstes, also schnell in Deckung!
      Will man dieses etwas martialische Rollenbild auf einen Panzer in World of Tanks übertragen, dann kommt man am LEOPARD 1 nicht vorbei!
      Zeit diesen Speziallisten vorzustellen!

      Zu mir: Ich habe mit dem Leopard 1 951 Gefechte auf der Uhr und fahre den Panzer im Durchschnitt bei einer 2400er WN8 und einer Siegrate von knapp 55%. Ich darf seit ca. 100 Gefechten die 2. Kanonen-Markierung mein Eigen nennen.

      Werfen wir zunächst einen Blick auf seine technischen Werte, soweit sie hervorstechen:
      Alle Werte sind Basiswerte:

      PRO:
      • Sehr genaue Kanone (im Stand!) mit 0,29 [m/100m] und das in grandiosen 1,9 Sek Einzielzeit, gepaart mit einer Schuss-Geschwindigkeit von 1,478 [m/s] mit seiner APCR Munition (die Laserkanone!)
      • Hoher Alphaschaden (390 Schaden) für einen Medium Tier 10 (2804 Schaden/Minute) und einem Durchschlag von 268mm (fast Spitze)
      • Basissichtweite liegt mit 410 [m] ist über dem Durchschnitt und ist damit sehr gut!
      • Sehr gute Tarnwerte
      • Geschwindigkeit 65 [km/h] bei 830 PS
      CONTRA:
      • sehr anfälliges Munitionslager
      • keine Panzerung
      • Gunhandling aus der Bewegung gehört nicht zu seinen Stärken (ausgenommen Turmdrehung)

      Der LEOPARD 1 stellt die Spitze des 2. deutschen mittleren Panzerentwicklungsbaums dar. Beide deutsche Panzer sind sich in ihren Stärken teilweise ähnlich und doch grundverschieden. Der E50M, den ich vielleicht an anderer Stelle vorstellen werde, lebt aus meiner Sicht von seiner Rolle als Allrounder.
      Der LEOPARD 1 ist ein echter Spezialist. Bei seiner Einführung (April 2013 in Update 8.5) war das Gejammer zunächst groß. Die Community konnte mit einem Panzer nichts anfangen, der von Tier 6 Panzern problemlos durchschlagen werden kann. Damals war aber auch das Spielverständnis noch grundlegend anders. Heute sind wir schlauer und wissen, wie viel Mobilität und Genauigkeit wert ist!

      Aus seiner "Spezialisten-Rolle" leiten sich die möglichen Spielweisen ab, die man mit dem LEOPARD 1 an den Tag legen sollte.
      Grundsätzlich lässt sich sagen, dass der Panzer an erster Stelle ein Damage Dealer (DD) ist und an zweiter Stelle ein Panzer zum aufklären feindlicher Panzer. Diese beide Rollen sind nicht persé schlecht zu verbinden, setzen aber eine sehr gute Spielübersicht voraus!
      Nicht umsonst sind Mediumpanzer aus der Sicht recht vieler guter Spieler, die mir auf die Schnelle dazu im Kopf schwirren, nicht gerade Anfänger-freundlich. Ohne zu weit in das allgemeine Gameplay beim Fahren von Mediumpanzern abzudriften, kann man diese grob in "Nah-" und "Fernkämpfer" unterteilen. Dem Leo kommt wie keinem Zweiten die Rolle des Fernkämpfers zu Gute. Betrachtet man nun seine beiden aufgezählten Spielweisen (DD und Aufklärer), dann scheint das zunächst widersprüchlich. Ist es jedoch nicht, insbesondere, wenn man den Panzer richtig ausstattet.
      Bevor ich euch gleich meine Zubehör erläutere, werft noch einmal einen Blick auf die von mir hervorgehobenen Vorteile des Panzers. Mein Ansatz bei vielen Panzern: Ist es ein Spezialist, dann sollten insbesondere seine Stärken noch stärker ausgebaut werden! Ist es ein Allrounder, sollten die größten Schwächen durchaus auch ins Auge gefasst werden. Das bedeutet hier, ich pushe wo nur möglich die Vorzüge des Leo, die ich übrigens auch nach ihrer Priorität für mich sortiert habe (siehe oben).

      Meine erste Wahl bei der Zubehör-Verteilung sieht da wie folgt aus:
      • Verbesserte Lüftung Klasse II
      • Entspiegelte Optiken
      • Ansetzer für mittlere Kaliber
      Außerdem verbaue ich mindestens ein kleines Reparaturkit, ein kleines Medikit und meistens Schokolade.

      Nach dem Einbau diese Teile werden die wichtigsten Werte des Leos wesentlich verbessert. Sichtweite, Genauigkeit und DPM steigen auf ungeahnte Werte. Bevor das genau aufzeigen, braucht es aber auch noch eine ausgebildete Crew (meine Priorität nach der Reihenfolge der Eigenschafften), zu der zu sagen ist, dass der Kommandant gleichzeitig die Rolle des Funkers übernimmt:
      • Kommandant: 6. Sinn, Waffenbrüder, Tausendsasser, Weitsicht, Tarnung , Späher, ...
      • Richtschütze: Tarnung, Waffenbrüder, Ruhige Hand, Reperatur, Brandbekämpfung,...
      • Fahrer: Tarnung, Waffenbrüder, Reperatur, ...
      • Ladeschütze: Tarnung, Waffenbrüder, Sichere Ladung, Reperatur, ...


      Unter den Strich boosten wir so die relevantesten Größen des Panzers:
      • die Kanone (im Stand!) auf 0,26 [m/100m] und das in einer weltklasse Einzielzeit von 1,67 Sek
      • der DPM-Wert liegt nun bei über 3400!
      • die Sichtweite lässt sich auf über 500m puschen! Spitzenwerte!
      Das ist ein absoluter Spezialist für den Fernkampf! Und das Schlimme für den Gegner, ihr seit vor Ihm in Stellung! Wenn nötig, macht ihr Licht für das Team. Nichts ist schlimmer, als das eigene Team nicht aktiv werden kann, weil keine Gegner zu sehen sind. Bedeutet, wenn ihr merkt, dass euer Team die Scoutunterlegenheit hat, schreitet ihr zur Tat. Aber merkt euch: Das ist nicht eure primäre Aufgabe! Denn: seit ihr einmal in der Rolle als Scout gefangen, verliert euer Team einen maßgeblichen Damagedealer. Langes passives scouten gehört nicht zu euren Aufgaben. Ware Experten spielen den Panzer in einigen Situationen auch gerne mal an der Ridge-line, dann aber nur, weil sonst die Scoutunterlegenheit droht!

      Vergleichbare Panzer:
      Der AMX30B ist dem LEOPARD 1 am ähnlichsten von der Handhabung. Auch der britische Centurion AX weist einige Parallelen auf. Der STB-1 ist nicht wirklich vergleichbar, da er relative ungenau ist von der Handhabung der Kanone. Und Scharfschützen mit einem Schrotgewehr sind mir nicht bekannt ;). Durch die genaue Kanone kann man den Panzer eher noch mit dem stärker gepanzerten E50M vergleichen, der aber wesentlich universeller einsetzbar ist.

      Mein Fazit für den LEOPARD 1:
      Diesen Panzer fährt man nicht als Einsteigermodell! Das gilt für die meisten Spezialisten! Die Geschwindigkeit muss man beherrschen, wenn auch nicht so sehr, wie bei den leichten Panzern! Die fehlende Panzerung ist einem guten Spieler meist egal, da man i.d.R. diesen Panzer falsch fährt, wenn man diese vermisst!
      Aus der Fahrt feuern ist meistens quatsch, außer man umrundet einen schweren Panzer im Nahkampf!
      Dieser Panzer lebt von seiner Agilität. Diese kann man nur mit einem hohen Maß an Situationsbewusstsein sinnvoll entfalten (Stichwort Minimap und YOLO-Aktionen).
      Auf dem Topniveau muss man aktuell über 4500 kombinierten Schaden(Schaden+Aufklärungs-Schaden) im Durchschnitt abliefern, d.h. i.d.R. erreicht man das nur, wenn man nicht ausschließlich hinten abschimmelt! Ich selbst habe ihn zu meinem Lieblings-Toptier-Tank ernannt. Spiegelt sich auch in der Anzahl der Gefechte wieder. Ich werde euch hoffentlich noch Replays nachschieben, um den Panzer noch besser zu zeigen. Aber bis hier hin war es das von mir. Euer Feedback ist erwünscht.


      Künftig werden werden solche Artikel evtl. auch vorher gereviewed. Er dient auch als potentielles Vorbild. Nichts desto trotz hoffe ich, das er euch auch so schon hilft.

      Beste Grüße,
      ProblemZone aka Danny
      Ich denke, der Leo ist nur in Ausnahmefällen im CW wichtig. Die BC ist der bessere aufklärende Med wegen seines schnellen Schadensoutbut. Ich bin mittlerweile recht wenig CW-erfahren, einfach weil viel passiert ist im Spiel. U.U. ist er auf sehr offenen Karten aber eine gute Möglichkeit als Vorposten oder Nachhut. Insgesamt kann man die CW-Relevanz aber wohl vernachlässigen. Ich habe ihn rein unter Random-Gesichtspunkten betrachtet.